Die Graatzug-Tour:








Videoclip (Quicktime MPG4, Download) der Graatzug-Mitternachtslesung auf der Gemmi ob Leukerbad
Tonaufnahmen von der Gemmi-Lesung
2008:
10. Januar, 20.15 Uhr, Lenzburg, Müllerhaus, Kurzlesung Graatzug
13. Februar, Chur, Graatzug-Lesung mit Monika Schärer und mit Videoclips
6. März, 19.30 Uhr, Meilen, Bibliothek, Graatzug-Lesung mit Videoclips
7. März, Schwändi, Dorfstübli, Graatzug-Lesung mit Videoclips
11. März, 19.30 Uhr, Buch am Irchel, Graatzug-Lesung mit Monika Schärer und mit Videoclips
9. Mai, 20.15 Uhr, Brugg, Odeon, "eine vorläufige Dernière": Graatzug - live!
Leseperformance mit Monika Schärer, Sven Furrer (Edelmais), musikalisch begleitet von den artbar-Allstars feat. Claudia Piani. Anschliessend: Live-Sounds der artbar-Allstars
Special "Quertextein":
14. Juni, 15.00/ 17.00 Uhr, Baden, Villa Brown Boveri: Urs Augstburger und Monika Schärer lesen Augstburger quertextein
Leseanfragen bitte an: bilger@bilgerverlag.ch
Graatzug-Eindrücke vom 21.Dezember, 2006, Vorpremiere, Brugg, artbar:




Stimmen: Urs Augstburger, Sven Furrer; Hackbrett: Töbi Tobler; Gitarre: Robbie Caruso; Vocals: Claudia Piani; Videoclips: Urs Augstburger
Artikel zur letzten Schattwand-Lesung, der zeigt, wie die Multimedia-Lesungen aufgenommen werden:
«Sicher ist keiner, nirgendwo und nie»
Riniken. Der Autor Urs Augstburger liest aus seinem Roman «Schattwand»
und
hinterlässt beim Publikum Spuren.
Von Caroline Belart
Eine Lesung der anderen Art: Eingeblendete Filmaufnahmen illustrieren immer wieder die Geschichte, machen gespannt auf den nächsten Textteil, der vorgelesen wird. Untermalt mit Geräuschen, die oft erst am Ende der Szene sicher zu deuten sind, immer im klaren Zusammenhang mit dem Stück Text, das der aus Brugg stammende Autor als nächstes vorliest. Oft wird so die tiefere Bedeutung der Bilder erst im Nachhinein klar.
Der visuelle Anreiz hat einen weiteren Vorteil: Der Gehörsinn
wird immerwieder entlastet, die Eindrücke können nicht nur mit dem
Ohr, sondern auch optisch wahrgenommen werden. Doch darf man sich jetzt nicht
vorstellen, dass die eingeblendeten Filmsequenzen die Geschichte verraten würden:
Im Gegenteil, sie machen den Zuhörer gespannt auf das Buch, auf den dazugehörenden
Text, denn sie zu deuten, ohne die Geschichte dahinter zu kennen, scheint unmöglich.
Wölfe, immer wieder Wölfe. Sie schleichen sich von Szene zu Szene,
geben einer Lawine den Namen und bezeichnen bestimmte Orte, erscheinen in der
beruflichen Tätigkeit einer Hauptfigur. Und sie geben Hinweise auf den
Schauplatz, ein Dorf in den Bündner Bergen, nahe der Grenze. Ein Haus erzählt
von einer Liebesgeschichte in der Vergangenheit, und es bietet auch Raum für
eine in der Gegenwart, in der Zukunft. Und doch ist Urs Augstburger erstaunt,
dass eigentlich die Liebesgeschichte im Vordergrund steht, ging es ihm doch
darum, einen politischen Roman zu schreiben, in dem das Verhältnis der
Schweiz zu Europa dargestellt wird. Als Bild dafür nahm er ebendieses kleine
Bergdorf, das schwankt zwischen Aufbruch und Verharren, Neuem und Altem.
Die Lesung packt das Publikum. Sofort kommt man in die Geschichte rein; eine
Zuhörerin meint in der anschliessenden Diskussion, es käme ihr so
vor, als müssten diese Personen gelebt haben. Urs Augstburgers Art, die
Textstellen vorzulesen, mögen dazu beigetragen haben. Eher trocken, als
wäre es nicht wichtig, liest er aus seinem Buch, überfliegt beinahe
die Zeilen und vermag damit, eine Stimmung in den Raum zu zaubern, die dem Zuhörer
Platz lässt, seinen eigenen Bildern nachzuhängen, seine eigene Welt
rund um die Geschichte zu konstruieren und Fantasiebilder zu erschaffen: Ein
Bergsee, die Sonne hinterlässt funkelnde Lichtspuren auf der vom Wind gefurchten
Wasseroberfläche; eine junge Frau schwimmt im kalten Wasser, wärmt
sich an einem Felsen, schmiegt sich an ihn; eine Lawine, die den Berg hinabdonnert,
während schon das Beben, das sie auslöst, eine Gänsehaut hervorruft.
«Sicher ist keiner, nirgendwo und nie», ein Zitat aus dem Roman,
trifft nicht nur auf die Lawinenszene zu. Die Besucher scheinen «Gluscht»
auf das Buch zu bekommen, das bald
vergriffen sein dürfte; erst im März erscheint die nächste Auflage.
Für die Bücher "Für immer ist morgen", "Chrom", "Schattwand" und "Gatto Dileo" wurden multimediale Inszenierungen (siehe auch Töne u. Bilder) an folgenden Orten aufgeführt: Berlin, Hamburg, Zürich, Solothurn, Basel, Bülach, Wil, Bern, Winterthur, Wettingen, Donat Ems, Leukerbad, Zurzach, Matzingen, Andelfingen, Schaffhausen und an vielen anderen Orten.
Impressionen früherer Veranstaltungen:
