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Ralf Schlatter, «Federseel» Kein&Aber, Zürich, 2002 »Georg Federseel kam an Silvester zur Welt. Bis er vier Jahre alt war, glaubte er, das Feuerwerk abends gelte und leuchte nur ihm.« Federseel ist die
tragikomische Lebensgeschichte des Georg Federseel, der eigentlich Zauberer
werden möchte und verstummt, als seine Mutter stirbt; der einen Zeigefinger
verliert und gleichzeitig die Sprache wiederfindet, stotternd; der mit
neun Fingern nicht mehr zaubern kann und fortan fließend Geschichten
in die Köpfe zaubert. Federseel handelt von den ungewöhnlichen
Frauengeschichten des Georg Federseel: Von Tamara, der Prinzessin. Von
Cornelia, der Schaufensterpuppe. Von Josephine, der Plakatschönheit.
Von Margarethe, der Blumenwiese. Und von Susanna, der Reisebüro-angestellten.
Federseel ist die wundersame Geschichte des Georg Federseel, der sich
seine Welt zurechtzaubert, der in den tragischsten Momenten die komischsten
Dinge erfindet, der nur dank seiner Fantasie überlebt und dennoch
tragisch endet. Mit scharfer Beobachtungsgabe, präziser Sprache und hintergründigem Humor erzählt Ralf Schlatter in seinem Debütroman eine Geschichte, wie sie nicht einmal das Leben schreibt. «Federseel» wurde 2001 in einer Theaterfassung im Rahmen des Monolog-Festivals im Zürcher Schiffbau inszeniert. Mit Raphael Clamer in der Hauptrolle und Anna-Katharina Rickert als Minibardame. Regie: Isabel Osthues. Für das Buch
erhielt Ralf Schlatter unter anderem Förderpreise der Dienemann-Stiftung
Luzern und der Internationalen Bodenseekonferenz. |