Ralf Schlatter. Die Presseschau.
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zu «Verzettelt - Verlorene Worte und ihre Geschichten» 20er, Tiroler Strassenzeitung, Mai 2009 Für sein neues Buch «Verzettelt» hatte der Schweizer Autor Ralf Schlatter eine außergewöhnlich gute Idee: Über Jahre sammelt er weggeworfene, liegen gelassene, vergessene oder verlorene Wörter in Form von Notizzetteln, Nachrichtenfragmenten und Brieffetzen. Daraus formt er kurze Geschichten, erfindet Kontexte, erdichtet ein Vorher und Nachher. Nicht zuletzt haucht er diesen gleichsam gestorbenen Wörtern neues Leben ein und findet Platz fürs Skurrile, Ausgefallene und humorvoll Verdrehte. Manche Geschichten finden Fortsetzungen, ziehen sich durchs ganze Buch, andere stehen für sich allein und einige werden doppelt erzählt – weil Ralf Schlatter die KollegInnen Ruth Schweikert, Franz Hohler und Christoph Simon um Gastgeschichten gebeten hat. Und gerade, wenn derselbe Zettel Ausgangspunkt für verschiedene Geschichten ist, wird das Projekt des Buches besonders sichtbar: Jene Möglichkeiten durchzuspielen, die in unserer so linear wirkenden Realität angelegt sind. Ebenso hervorragend wie unterhaltsam erzählt, zelebriert «Verzettelt» einen fantastischen Realismus auf Schweizer Art und ist mehr als nur ein Buch für zwischendurch. Surprise, 23. Januar 2009 / Angezettelt Mit «Verzettelt» hat Ralf Schlatter eine rechte Zettelwirtschaft angezettelt - und das zu unserem Vergnügen. Ein wundersames Sammelsurium von Kabinett- und Kabarettstückchen mit Gastschalkiaden von Ruth Schweikert, Franz Hohler und Christoph Simon. Allerlei Kurzweiliges und Hintersinniges, mal ausgelassen, mal melancholisch, mal schräg, mal bitter: medizinische Befunde, eine Kunstaktion zur Aufdeckung von Etikettenschwindel, eine Attentatsanweisung, die Aufdeckung des Ursprungs der Installation «Der Lauf der Dinge» von Fischli/Weiss, aber auch sogenannt Banales, kleine Dramen des Alltags oder unausweichliche Zufallsweichen. Manche Figuren kehren wieder - so die unverwüstlichen SMS-Fun-Girls Tanja und Paula - und es entstehen mitunter aus vermeintlich Unzusammenhängendem scheinbar logische Lebenspuzzels. Prädikat: Hoch ansteckend! Vor Fundzetteln aller Art wird gewarnt! Und vor dem sorglosen Umgang mit Zetteln nicht minder. Denn Vorsicht: Schlatter geht um! (Christopher Zimmer) Der Sonntag, 6. Juli 2008 / Kreative Zettelwirtschaft Ralf Schlatter ist ein Aufklauber. Zehn Jahre lang hat der Kabarettist und Autor aus Schaffhausen viele hundert Zettel gesammelt, verknitterte, zertretene, zerrupfte, achtlos fallen gelassene, schmerzhaft vermisste. Hat sie glatt gebügelt, zusammengeflickt, entziffert, vor allem aber bestaunt und sich von ihnen inspirieren lassen: Um das Gekritzel auf Einkaufszetteln, Kurznotizen, privaten Ermahnungen und Erinnerungen, Zeichnungen und Erläuterungen hat er Geschichten erfunden und Dialoge. Über 100 kleine Prosastückchen sind so entstanden, witzige, poetische, rätselhafte. Schlatters Zettelwirtschaft wirkt zum Teil wie ein Wettbewerb des Autors mit sich selbst oder freies Assoziationstraining. Aus banalsten Einkaufszetteln entwickelt Schlatter ganze Soziogramme, aus banalen Notizen bastelt er verwegene Verschwörungen, aus ein paar verkritzelten Käsekästchenrunden destilliert er mit leichter Hand ein fieses Familiendrama, aus anderen wieder handfeste Beziehungs- und Lebenskrisen. (...) «Verzettelt» ist ein schön gemachtes, abwechslungsreiches Werk, ein Schmöker mit Kleinstepen und angerissenen Universen, von denen manche sich fortschreiben möchten. Das Schönste aber: Man wird sich kein Zettelchen mehr entgehen lassen. Das Spiel kann beginnen. (René Zipperlen) Schaffhauser Nachrichten, 3. Juni 2008 / Wenn der Zettel zum Leben erweckt wird «Zettelwirtschaft»,
«verzettelt» - diese Begriffe haben meist keine positive Konnotation,
stehen eher für Chaos oder Unorganisiertheit. Den Zettel schreibt
man, um dem Vergessen vorzubeugen, doch wenn man ihn verliert, hat er
keinen Sinn mehr. Main-Netz, 17.
Mai 2008 / Innovativ zum Hörspiel «Rumantsch grischun» Neue Zürcher
Zeitung, 28. April 2006 / Raffinierte Rächerinnen aus
der «Hörstatt» zu «Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor» Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2004 / Meere, Mythen, Mikros / Ralf Schlatters neue Erzählung "Ge-, Geschichten
erzählen bringt Glück!", stottert der verstörte Held
in Ralf Schlatters Romandébut "Federseel", das vor zwei
Jahren erschien. In Schlatters neuer Erzählung, "Maliaño
stelle ich mir auf einem Hügel vor", aus der er am 3. Juni in
Zürich lesen wird, steht diese Erkenntnis aus dem Début ganz
am Anfang, ist verborgener Born von überschäumenden und übereinander
schäumenden Geschichten. Dabei passiert in "Maliaño"
eigentlich gar nichts: Gustav Julius Kaufmann sitzt am 21. Juni 2002,
seinem 32. Geburtstag, frühmorgens in der S-Bahn zwischen Bahnhof
Hardbrücke und Bahnhof Oerlikon, so wie jeden Tag. Sommersonnenwende.
Da geht im Käferbergtunnel plötzlich das Licht aus, und die
S-Bahn hält an - klassischer Einstieg in einen Ausstieg aus einem
geheimnislosen Alltag. Auf den folgenden rund 140 Seiten kreuzen wir Weltmeere
und Weltmythen, leben mal am Fuss von Bergen mit Löchern, mal auf
Hügelkuppen, die man sich auf einer umstülpten Reliefkarte als
Loch vorzustellen hat; mal bei einer wetterfühligen Dentalhygienikerin,
mal bei einer waschechten Wetterfee mit Sirenenstimme. berlinerliteraturkritik.de, 27. April 2004 / Eine Hommage an Poughkeepsie Ralf Schlatter erweist sich zunehmend als Meister der Erzählung. Sein Faible für kleine, äußerst individuelle Charaktere macht seine Geschichten zu einem unvergleichlichen Lesevergnügen. Sein zweites Buch ist ein Geschenk für jene, die schon seit ihrer Kindheit Märchen lieben. Was wünscht sich der Kritiker von einem deutschsprachigen Schriftsteller? Er möge verständlich schreiben, sich in einfachen Sätzen ausdrücken, die gleichzeitig viel zu transportieren vermögen. Geschichten soll er erfinden, nach denen der Leser wie gefesselt immer mehr verlangt. "Maliaño" gibt dieses "mehr" und darüber hinaus noch viele köstliche Verbindungen wie die zu "French Connection". Ralf Schlatter verknüpft cineastische Polizeiverhöre mit den Biografien seiner Figuren, was wiederum dem Leser schmeichelt - fühlt er sich doch an diesen fantastischen Film erinnert. Und so geht es einem während der gesamten Lektüre der 144 Seiten: Erinnerungen werden wach und das Vergnügen am Lesen endet nicht. Es macht Spaß dem Autor bei seinen Sprüngen zwischen Oma, Opa, Containerschiff und Arbeitsalltagslangeweile, aus der unser Held glücklicherweise ausbrechen kann, zu folgen. (...) Während man die Wege und Sprünge dank des Autors mit Leichtigkeit verfolgt, was an sich eine Kunst ist, an der viele Autoren scheitern, merkt man nicht wie "Maliaño" zu einem zeit- und geschichtslosen Raum wird. Auf zu dem Eiland, das schon Huxley beschrieb, auf dem alle Menschen in ewiger Glückseligkeit wandeln! Ganz so kitschig ist es dann doch nicht geraten, und Herr Kaufmann und Frau Zeppelin haben mit ganz alltäglichen Problemen einer modernen Patchwork-Familie zu kämpfen: Die Tochter ist eifersüchtig auf den neuen Vater, der im zerlumpten Anzug daherkam. Der früh entwickelte Sohn hingegen bohrt sich ein Loch in die Kinderzimmerdecke, um dem Paar beim Liebesspiel zu lauschen. (Victoria Gross) literaturkritik.de, April 2004 / Surrealismus als Lebenskunst Obwohl zwischen dem Ausgangsort Pfäffikon und Maliaño nicht nur klanglich Welten liegen, gibt es keine Sprachprobleme oder sonstigen Hindernisse, denn es handelt sich um eine surrealistische Fantasiereise. Ralf Schlatter, der bereits für seinen ersten Roman, "Federseel", mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, versteht es meisterhaft, Details aus dem Alltag und der Familiengeschichte seines Helden symbolträchtig mit dessen Traumreise zu verweben und so die Grenzen zwischen den beiden Lebensräumen zu verwischen. Der Autor erweist sich dabei als sprachverliebter Sammler skurriler Einfälle (hier zeigt sich der Kabarettist Schlatter): Zahnseide, Woodstock, Futons, Kinokarten, um nur einige Beispiele zu nennen, werden zu einem ganz eigenen Kosmos vernetzt, der zwar in sich abgeschlossen ist, zugleich aber Elemente einer parallel existierenden, realistisch geschilderten Ebene aufgreift und verfremdet. In diesen Kosmos ist auch die Hauptfigur Gustav verstrickt. Er, wie auch die anderen Figuren, sind bewusst künstlich gezeichnet, ihre Namen einfach der Buchstabiertafel entnommen. Damit erwecken sie den Eindruck von Spielfiguren, mit denen der Autor ebenso geschickt jongliert wie mit den genannten Details. Als Spielleiter schickt er einen allwissenden Ich-Erzähler ins Feld, der den für das Leseverständnis nötigen Zusammenhang stiftet und seine zahlreichen Ankündigungen, wie "mehr dazu später" oder "wir werden sehen", buchhalterisch genau einlöst. (...) Dennoch bleibt die Erzählung nicht einfach Spielfeld des experimentierfreudigen Autors, denn es gelingt ihm, die Leser in ein Verwirrspiel zu verwickeln, das sie die Entstehung von Fiktion miterleben lässt. Welche der Figuren nun eigentlich die Fäden in der Hand hält, ist längst nicht so klar, wie es zunächst scheint. Ist es tatsächlich der über allem schwebende Erzähler oder doch Gustav, der Träumer, der eigentlich gar nicht so sehr sucht, wie er im Eingangszitat behauptet, sondern einfach nur findet - erfindet? (...) Einer Szenenanweisung gleich entwirft er unterwegs ein genaues Bild von Maliaño und seinen Bewohnern. Mit traumwandlerischer Sicherheit gelangt er an sein Ziel, und es entspricht tatsächlich exakt seinem Entwurf. Die Leinwand als Tabula Rasa also, mit deren Hilfe eine Kunstfigur zum Eigenleben erwacht und sich schließlich als Lebenskünstler erweist. Dies zeigt sich gerade dadurch, dass Gustav, der das Weite suchte, sich schließlich in einem engen, mit Tatamis (japanischen Matratzen) ausgelegten Anbau wiederfindet und die mit Wachsmalkreiden an die Decke gemalte Weltkarte betrachtet. Über seine Kindheit lesen wir an einer Stelle: "Gustavs Weltraum maß drei Tatamis". Besagter Anbau misst gerade einmal fünfeinhalb, aber das reicht, denn Gustav wird von seiner Reise zurückkehren und - so viel sei verraten - sie hat ihm sogar weiter geholfen. (Ulla Tigges) Berner Bund, 15. März 2004 / Von Oerlikon nach Maliaño Das Reizvolle und einigermassen Spezielle an Ralf Schlatters Erzählung 'Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor' ist, dass sie einem das Unwahrscheinliche als Tatsache, das Unglaubhafte als glaubwürdig einträufelt, so dass einem darob ganz wirr und lächerig zumute wird. Der 32-jährige in Zürich lebende Schriftsteller und Kabarettist Schlatter frönt ungeniert seinem erzählerischen Spieltrieb; er kostet ihn beispielsweise auch in der Weise aus, dass er sich selber als Autor einmischt und - das gehört zur Erzähltechnik wie selbstverständlich - zum Voraus auf spätere Wendungen des Geschehens und genauere Klärungen verweist: Allwissenheit ironisch betont. (...) Eins ist sicher: So lange Schlatter einen nach Maliaño geleitet, nicht ohne dabei dann und wann einen Blick zurückzuwerfen ins biedere Oerlikon, so lange fühlt man sich mit Witz, Einfallsreichtum und angenehmer Schwerelosigkeit von den Zwängen des Vernünftigseins und der nüchternen Faktenhuberei befreit. Das tut gut. Wiener Zeitung, 27. Februar 2004 / Ein Hochdruckgebiet zu Fuss So ungewöhnlich wie der Titel sind auch Figuren, Handlung und Tonfall dieses Buches. (...) Der 1971 geborene Schweizer Autor Ralf Schlatter schafft es nicht nur, aus scheinbaren Nebensächlichkeiten ganze Handlungen und Motive zu basteln, sondern damit auch noch eine detailreiche und unterhaltsame Erzählung zu füllen. In knapp hingeworfenen Absätzen fügt er so lange aussagekräftige - und oft absurde - Details zusammen, bis sich unerwartet eine innere Stimmigkeit ergibt. Dieses Baukastensystem ermöglicht den raschen und einfachen Wechsel von Perspektiven, Zeiten, Orten und Personen. (Helmut Kretzl) Zürcher Tages-Anzeiger, 19. Januar 2004 / Kluge Poesie An einer szenischen Lesung präsentierte der Zürcher Autor und Kabarettist Ralf Schlatter seine Erzählung "Maliaño". Bereits nach seinem zweiten Buch steht fest: Schlatter schreibt unverwechselbar, und sein Werk wächst beständig, zur Freude einer hoffentlich ebenfalls zunehmenden Leserschaft. Wie der Debütroman "Federseel" ist auch seine neue Erzählung in der lokalen Wirklichkeit verankert, um himmelhoch über sie hinaus zu weisen. In "Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor" wird Zürich zum Ausgangspunkt für ein Feuerwerk fantastischer Geschichten. In deren Zentrum steht der Büroangestellte Gustav Julius Kaufmann, der eines Morgens nicht wie gewöhnlich in Oerlikon aussteigt, um zur Arbeit zu gehen. Er wandert nach Westen, indem er der Stimme seines Herzens folgt. Bis nach Maliaño, bis zur Radiometeorologin Ida Nordpol Zeppelin, deren Wetterberichte er über seinen "Weltempfänger" vernimmt. Im Zürcher Literaturcafé Sphères hatten diese liebenswürdig- skurrilen Hauptfiguren einen leibhaftigen Auftritt. Zusammen mit seiner Partnerin Anna- Katharina Rickert startete Schlatter hier eine szenische Lesetour. Auch sonst dürfte man die beiden künftig vermehrt auf der Bühne sehen. Als Kabarettduo schön&gut werden sie im Frühling den Salzburger Stier entgegennehmen können, den bedeutendsten deutschsprachigen Kleinkunstpreis. Sie mit geblümtem Rock, er in grauem Anzug, aber inkorrekt farbigen Schuhen: So nahmen Ida und Gustav das Publikum in eine Welt voll kluger Poesie mit, in der sich Witz und Melancholie, Märchenhaftigkeit und ironische Brechung, Einfallsreichtum und sprachliche Präzision glücklich vereinen. (Philipp Gut) SonntagsZeitung, 16. November 2003 / Hell strahlt der Stern der Dentalhygienikerinnen Schlatters Erzählung wurde soeben mit Förderpreisen des Kantons und der Stadt Zürich ausgezeichnet. Schon sein Romandebüt 'Federseel' liess Kritiker aufhorchen und bescherte dem jungen Autor Prämien. Bemerkenswert an seinem Stil ist eine überbordende Fantasie - in der Schweizer Literatur ein seltener Gast. (...) In Schlatters durchaus mit feinem Gespür für Rhythmus und Sprache konstruiertem Paralleluniversum strahlt der Stern der Dentalhygienikerinnen besonders hell. (Gunter Blank) Berner Zeitung, 15. November 2003 / Neue Helden und ihre Abenteuer (...) Um einiges unbeschwerter und amüsanter geht es bei 'Maliaño' von Ralf Schlatter zu. Der 32jährige Schaffhauser zeigte bereits in seiner ersten Erzählung 'Federseel' seine einfallsreiche Fabulierkunst. Seine neue Hauptfigur, der brave Gustav Julius Kaufmann, erlebt echt schweizerisch-bescheidene Abenteuer. (...) Schlatter streut so viel Skurriles, Absurdes und Überdrehtes in die Geschichte, dass es fast zuviel ist. Aber die putzmuntere Geschichte stimmt fröhlich. Und das alleine verdient heutzutage einen Bonus.(Renate Dubach) Kölner Illustrierte, November 2003 / Maliaño (...) Um all diese köstlich absurden Figuren entwickelt Ralf Schlatter noch mehr zauberhafte Geschichtchen. Kleine Ausflüge in die Welt der Wissenschaft baut er unmerklich in ein poetisches Gesamtbild, das bei aller fröhlichen Skurrilität eine gewisse Sehnsucht durchzieht. Selbst kleine Häppchen philosophischer Gedankengänge haben Platz in Gustavs Welt: 'Anstatt der Zeit sind es Schritte, die vergehen. Die Zeit vergeht demnach nicht in Stunden (...). Daraus schliesse ich: Ich gehe nicht mit der Zeit. Sondern die Zeit geht mit mir.' Insgesamt ein wunderbar wetterbedingtes Lesevergnügen für ungemütliche Herbsttage. St. Galler Tagblatt, 27. Oktober 2003 / Fantast Mit der skurrilen
Erzählung 'Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor'
beweist Ralf Schlatter erneut sein Faible für das Fantastische. Gustav
Julius Kaufmann, Angestellter in einem Treuhandbüro, ist wetterfühlig.
Aus diesem Grund verfolgt er rund um die Uhr den Wettersender von Ida
Nordpol Zeppelin. Er verliebt sich in ihre "sepiafarbene Stimme"
und folgt dieser bis nach Maliaño am anderen Ende der Welt. Schräge
Metaphern und sprechende Namen prägen Schlatters Stil. Eine Unmenge
von Abschweifungen verwirren zunächst, aber Ralf Schlatter gelingt
es, die Fäden zusammenzuhalten. Schaffhauser Nachrichten, 4. Oktober 2003 / Die Zahnseidenwelt Schlatter ist ein Fabulierer par excellence, einer, dem Stoff und Fantasie nie auszugehen scheinen. Und so ist 'Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor' eine Geschichte geworden, in der Märchenhaftes und Realität durcheinander wirbeln und zu einem erzählerischen Orkan führen. (...) Schlatter ist nicht nur ein witziger und aberwitziger Erzähler, der ein Faible für Absurditäten und Tiefgründiges hat, nein: Er schaut hinter und unter die Wörter, nimmt sie auseinander, und man folgt ihm mit purem Vergnügen. (Edith Fritschi) Aargauer Zeitung, 30. September 2003 / Kapriolen eines Tagträumers Auch bei seinem zweiten Buch ist der 32-jährige Autor nicht um Einfälle verlegen. Da finden sich beispielsweise die Eltern von Gustav auf dem Coverfoto von "Woodstock Music and Art Fair". Eine "King Lear"-Adaption fehlt ebenso wenig wie der Turnlehrer, der sich auf dem Behandlungsstuhl von Gustavs Mutter, einer Dentalhygienikerin, eine Sonderbehandlung gönnt. So streut Schlatter viele farbige Puzzlesteine - Absurditäten und Überdrehtheiten häufen sich -, wie sie sich nur in den Kapriolen eines geübten Tagträumers zusammenfügen lassen. Die Qualitäten des Autors bleiben unverändert: sein Hang zum Fantastischen, sein Flair für Überraschungen garantieren eine kurzweilige Lektüre. (Markus Bundi) schaffhauser az, 25. September 2003 / Gelesen Nach seinem Romandebüt 'Federseel' zeigt der Schaffhauser Ralf Schlatter in 'Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor' erneut, dass er nicht nur ein Faible fürs Erzählen und Fabulieren, sondern auch für aussergewöhnliche Figuren hat. BuchJournal, 2/2003, 22. September 2003 / Stimmenzauber Was gradlinig beginnt, verwickelt sich zusehends. Der Schaffhauser Ralf Schlatter fabuliert gleich mehrere fabelhafte Liebesgeschichten zusammen: aberwitzig, komisch, ein bisschen melancholisch. Gustav Julius Kaufmann bleibt war im Vagen, dafür erfahren wir Präzises über Kurzwellen, photischen Niesreflex, Futons und Nierenfehlbildungen. Die Spannung zwischen technischer Anleitung und fantastischer Geschichte ist einmalig. In Schlatters lakonischer Sprache glänzt die skurrile Story poetisch. (Franziska Schläpfer) zu «Federseel» Neue Zürcher Zeitung, 13. August 2003 / Kresse, Zucker, Phantasie In "Federseel"
vergewissert sich ein junger Autor des Warum und Wozu des Schreibens,
der Seligkeiten der Feder. Er hüpft verspielt, bisweilen allzu verspielt
die Grenzen dieses wunderbaren Mediums Sprache ab, das den Menschen ausmacht
und Unmenschlichstes ermöglicht. Und trotzdem ist Ralf Schlatters
Titelheld nicht bloss ein Pappkamerad in einer Versuchsanordnung, die
sich mit den Möglichkeiten des (auf Papier festgehaltenen) Worts
auseinandersetzt. Die Geschichte über den traumatisierten Träumer
könnte zwar noch lebendiger sein, sie könnte etwa auf die konstruiert-verkniffene
Rahmenhandlung verzichten, blutleer aber ist sie nicht. Der bereits mit
Fördergaben und Preisen geehrte Schriftsteller ist auf dem Weg zum
Glück - des Geschichtenerzählens. (Alexandra Kedves) WDR 3, Meinungen über Bücher, 3. März 2003 / Federseel Randvoll ist der kleine Roman mit liebenswert-schrägen Gestalten. Da merkt man wieder den Kabarettisten Schlatter: zwei, drei Sätze und ein ganzer Charakter springt dem Leser entgegen. Frau Stankovic etwa, die mit schnarrender Stimme über das Fliessband in einer Tip-Ex-Fabrik herrscht, oder Hans, ein verhinderter Kunstmaler, der immer dieselbe schwarze Bundfaltenhose trägt, Zigarren raucht und vom Montmartre schwärmt, weshalb er jeden zweiten Satz mit 'merde alors' verziert. Von solch kleinen Leuten erzählt dieser komische, melancholische, hintergründige Roman, von Menschen, die sich durchwurschteln in ihrem mickrigen Alltag, die nicht wirklich gescheitert sind, aber ihr Glück schon ausgeschöpft haben, wenn sie einen Gratis-Abend in der Pizzeria gewinnen. (Almut Finck) New Books in German, Frühjahr 2003 / Tall stories This strange, quirky little book grips the reader from the outset, weaving its web of inescapable grief in a self-deprecating, humorous way. The tales Federseel tells are at times frighteningly surreal and at others hauntingly beautiful, such as the fantasy about the meadow who wants to live elsewhere. (...) This may be said to epitomize this striking first novel. Heartfelt, funny and affecting by turns, it is the study of a very troubled young man, living in an alien and unforgiving world. taz - die tageszeitung, 19. Februar 2003 / Träumer Wenn man "Federseel" mit anderen Geschichten über Geschichtenerzähler vergleicht, ist man schnell auf dem Holzweg: Bei Scheherazade zum Beispiel sind die Geschichten, die sie erzählt, wichtiger als sie selbst, während es bei "Federseel" vor allem um Georg Federseel geht. Vielleicht könnte man diesen Held am ehesten mit Novalis Heinrich von Ofterdingen vergleichen, dem romantischen Dichter, der die Welt in Poesie verwandelt. (Susanne Messmer) Berner Zeitung, 10. Januar 2003 / Federleicht fabuliert 'Federseel, der Prosaerstling des jungen Schaffhauser Slampoeten, Theaterautors und Kabarettisten Ralf Schlatter, feiert die Zauberkraft der Fantasie, (...) komisch und melancholisch zugleich, überbordend fabuliert und zugleich gebändigt durch eine klare Komposition und eine disziplinierte Sprache. 'Roman' ist ein zu gewichtiges Wort für dieses schmale Buch. Aber ein Lesevergnügen ist es allemal. Und ein Zukunftsversprechen.' (Marie-Louise Zimmermann) Tages-Anzeiger, 8. Januar 2003 / Fingerverlust und Fantasiegewinn 'Georg ist kein Held, aber er schafft sich seine erzählerische Gegenwelt mit kindlichem Trotz. Der produktive Antagonismus zwischen Wort und Wirklichkeit, zwischen den Ekstasen des Verrückten und den Wonnen des Gewöhnlichen erfährt in Schlatters Roman eine liebevoll-skurrile Gestaltung, die Anspruch auf einen eigenen Ton erheben darf. (...) Und der Autor beschenkt die Leser mit einem Strauss wundervoller Märchen und schön-bizarrer Geschichten. Von ihnen wünscht man sich mehr.' (Philipp Gut) Neue Luzerner Zeitung, 4. Januar 2003 / Er redet geschickt ganz allein 'Ralf Schlatter, 1971 in Schaffhasuen geboren, hat seinen ersten Roman mit einer Menge Schreiberfahrung begonnen, entsprechend gibt es in 'Federseel' keine zufälligen, überflüssigen Szenen. Die verschiedenen Frauen in Georgs Leben, sein Vater, seine Kollegen, sie alle zeigen trotz ihrer comic-artigen Nichtwirklichkeit auch unsere eigene Gegenwart, ein Stück Schweizer Alltagsgeschehen.' (Zsuzsanna Gahse) Südkurier, 5. Dezember 2002 / Geschichten hergezaubert 'Schlatter beobachtet Oberflächenphänomene, ergeht sich nicht in psychologischen Introspektionen. Die Sätze des Wahlzürchers sind kurz, prägnant, oft lakonisch. Einzig in Form einer Interaktion zwischen zwei aus unterschiedlichen Erzählperspektiven gegebenen Handlungsabläufen fügt Schlatter ein Moment formaler Künstlichkeit ein. Georgs Geschichtenzauberei durch dessen gesamte Lebensgeschichte hindurch trifft auf eine immer wieder kursiv eingefügte Ich-Erzählung im Präsens. Ein Leben wird hier erzählt, eine kurze, aber letztlich dramatische und folgenreiche Episode dort. Im Ende holt die Vergangenheit die Gegenwart ein. Alles ist eins im Ende. Ein Effekt, der sich zwar in seiner Struktur früh im Roman andeutet, der inhaltlich jedoch mit einer knallenden Überraschung aufwartet. Dieser Schluss - das Sahnehäubchen auf einem Erstlingsroman, der das Hohelied der Fantasie singt, und nicht nur von einem Geschichtenzauberer erzählt, sondern auch von einem geschrieben ist, auf dessen weitere literarische Äußerungen man gespannt sein darf.' (Alexia Sailer) St. Galler Tagblatt, 25. November 2002 / Amboss-Gleiter 'Georg Federseel ist ein Pechvogel. Schon als kleiner Junge verliert er zuerst die Mutter und kurz darauf den Zeigfinger der linken Hand. Sein fortgesetztes Unglück ist nun aber nicht ein Amboss, der seinen Lebensmut in die Tiefe zieht, vielmehr schwingt er sich - so wie das Umschlagbild von Bernd Pfarr es suggeriert - daran empor in fantastische Höhen. Denn er erzählt Geschichten. Den Verlust seines Fingers erfindet er immer wieder neu, aber auch den Traum von Rimini oder das Leben der Friseuse Cornelia Carpinelli. «Federseel» ist der erste Roman von Ralf Schlatter (*1971 in Schaffhausen) nach Gedichten, Kurzprosa, Slam Poetry und Theaterstücken. Es ist federleichte Prosa, getragen von poetischem Humor entschwebt sie dem Boden des Ernsts, doch verliert ihn nie ganz aus dem Blick.' (Eva Bachmann) Der Landbote, 15. November 2002 / 1001 Geschichten vom zehnten Finger / Ralf Schlatters schrulliger Debütroman 'Der 31-jährige Ralf Schlatter hat sich in den letzten Jahren einen Namen als erfolgreicher Slampoet gemacht. Mit dem schmalen Roman «Federseel» debütiert er nun im «ernsten» Fach. Mit schönem Erfolg, wie gleich anzumerken ist. Die tragikomische Geschichte des Georg Federseel gefällt durch erzählerischen Reichtum, formale Kompaktheit und sprachliche Klarheit. Die mit leichter Ironie wattierte Traurigkeit erinnert zuweilen etwas an Bichsel und Steiner, sie ist ebenfalls mit ein wenig schrulliger Nostalgie versetzt, doch Federseel bleibt sich selbst. (...) Dergestalt ist der Held für seinen Autor eine ideale Figur, in der er den eigenen Ideenreichtum unterbringt: etwa in dem zauberhaften Märchen von der Blumenwiese. Die Geschichten, die Federseel laufend erzählt, sind jedoch nicht einfach Ausgeburten einer überbordenden Einbildungskraft. Vielmehr wandeln sie vorangegangene Variationen permanent ab, versetzen Motive und Figuren in neue Konstellationen und vernetzen sie so zu einer grossflächigen Erzähltextur.' (Beat Mazenauer) Journal Frankfurt, 8.-21. November 2002 / Federseel 'Ralf Schlatters Roman ist ein Kleinod. Auf zugleich anziehende wie verstörende Weise lernt der Leser Georg kennen, der mit fünf Jahren einen Finger verliert und damit die GAbe des freien Geschichtenerfindens und Vortragens erwirbt. Tamara, Cornelia, Josephine, Margarethe, Susanna, die Frauen in Georgs Leben, übernehmen die Hauptrollen in seinen Geschichten, die alle voll von skurrilen und witzigen Einfällen damit enden, dass den Zuhörern im Roman und zuletzt dem Leser die Lacher im Halse stecken bleiben. Ein erfrischend hintergründiges, leise seelenwundes Debüt.' SF DRS / Literaturclub, 5. November 2002 'Das sind federleichte Geschichten, komisch-traurige Geschichten, von einem Mann, der besser Geschichten erzählt über das Leben, als dass er das Leben selber eigentlich aushalten kann. Gut zu lesen an einem traurigen Novembernachmittag!' (Gabriele von Arnim) Schweizer Bücherkatalog, Herbst 2002 / Schweizer Autoren 'Ralf Schlatter überrascht mit einem zauberhaften Erstling, der Lebensgeschichte des Georg Federseel, der als Knirps schon Bücher verschlingt, nicht in seine ordinäre Umgebung und die rauhe Wirklichkeit passt und sich eine eigene Welt mitsamt Geliebten zurechtdenkt. Das ist so aberwitzig komisch wie abgrundtief melancholisch.' (Franziska Schläpfer) schaffhauser az, 10. Oktober 2002 / Eine Liebeserklärung ans Geschichtenerzählen 'Mit 'Federseel' ist Ralf Schlatter ein über weite Strecken überzeugender Erstling gelungen. Unbeschwert, bisweilen federleicht wird die Geschichte einer Figur erzählt, die der Leser so bald nicht vergisst. Die Sprache packt dadurch, dass sie reduziert und unaffektiert ist, die Geschichte ist formal klar durchgestaltet, die Charaktere sind gut getroffen - ein Farbtupfer im diesjährigen Bücherherbst!' Luzerner Woche, 11. September 2002 / Armes Kind 'Das Debüt des Schweizer Autors Ralf Schlatter ist derart haarsträubend, was die Story betrifft, und derart anrührend, was den Tonfall angeht, dass man dieses arme Kind Federseel einfach gern haben muss. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Fantasie und ans Geschichtenerzählen. Und eine rühmliche Ausnahme in der etwas lahmen Schweizer Literatur.' Aargauer Zeitung, 11. September 2002 / Storys eines abgehackten Fingers / «FEDERSEEL» · Zu Ralf Schlatters witzigem Prosadebüt «Georg Federseel kam an Silvester zur Welt. Bis er vier Jahre alt war, glaubte er, das Feuerwerk abends gelte und leuchte nur ihm.» - Der Beginn von Federseels Geschichte, dessen Name Programm ist; unbeschwert, leicht und mit überbordender Fantasie wird hier erzählt. Ralf Schlatter bedient sich bei seinem Prosadebüt nicht nur gekonnt der Muster des Märchens, er kennt auch die Kniffe der Dramaturgie. (...) Bei aller Tragik gelingt dem 31-jährigen Zürcher Autor ein Debüt voller Humor. Ralf Schlatter hat fraglos ein Faible fürs Geschichtenerzählen; als Auslöser reicht schon das «Tavetscher Schaf» auf einem Zuckersäckchen. Aus Kleinigkeiten, um die sich kaum jemand kümmert, schafft Schlatter ganze Welten. (Markus Bundi) zu Lesungen, Auftritten und Poetry-Slams Neue Luzerner Zeitung, 18. März 2002 / Lyrik, still und rhythmisch 'Anders beim Slam Poeten Ralf Schlatter. Seine Lyrik lebt von der Darbietung, vom Sprechrhythmus, der die Wortspielereien hämmernd vorantreibt. Schlatter beherrscht die Kunst des Votragens perfekt. Und schreibt brilliante, wundervoll absurde Texte. (...) Auch die Auszüge aus Schlatters noch unveröffentlichtem Roman 'Federseel' überzeugten - und machten neugierig auf das Buch, das im Herbst erscheinen soll.' Berner Zeitung, nonstopp, 14. Februar 2002 / Alles auf Platte und alles paletti 'Genau so muss Poetry Slam auf Platte tönen: nach geschliffener Sprache mit Witz und überraschenden Schlenkern, stets im Gleichgewicht zwischen Pathos und Rotz. 'Treten sie in meinen Verein ein' ist eine gelungene Mischung aus energiegeladenen Livemitschnitten und spannungsvoll mit Geräuschsamplings und Filmmusikschnipseln unterlegten Studiotracks. Elf Perlen zum Gerne-wieder-und-wieder-Hören. Eine CD mit Qualitäten eines guten Popalbums eben.' Tagesanzeiger, 28. November 2001 / Sinn und Unsinn der Literatur 'Zu überzeugen vermochte einzig Ralf Schlatter, der ein Kapitel aus seinem demnächst erscheinenden Roman 'Federseel' vortrug. In bildstarker, rhythmischer Sprache bot der erfolgreiche Slam-Poet Einblick in eine grotesk verfremdete Kinderwelt, die den Schrecken noch nicht rationalisiert hat.' Limmattaler Tagblatt, 23. Oktober 2001 / Kunst kennt manchmal auch Heimweh / Hoffnungsvoller Kleinkunstabend mit jüngeren Birmensdorfer Künstlerinnen und Künstlern 'Die Schauspielerin und Clownin Aki Rickert kam mit ihrem Bühnenpartner, dem Wortkünstler Ralf Schlatter, 'schön&gut' nennen sie sich. Mike Moling begleitete sie am Klavier. In ihrem wortspielerischen Kabarettprogramm 'Die ganze Welt zwischen Grosshöchstetten und Konolfingen' erzählten sie die Liebesgeschichte von Katharina Gut und Georg Schön mit köstlichen Parodien vom Pfadilager bis zum Seniorenheim. In ihren besten Nummern sind sie Ursus und Nadeschkin ebenbürtig.' Lindauer Zeitung, 12. Mai 2001 / Esprit, Humor und sprachliche Finesse 'Dass Ralf Schlatters Roman 'Georg Federseel. Geschichten einer Wortflucht' noch nicht veröffentlicht ist, dürften alle bedauern, die in der Lesung einen Vorgeschmack auf die überschäumende Fabulierlust des 1971 geborenen Autors bekommen haben. Da ist der fünfjährige Georg, für den die Krankheit und der Tod seiner Mutter nur dank seiner Fantasie und die Flucht in eine Zauberwelt erträglich werden. Dass die Zuhörer sich, während der Junge sich seine Welt zurecht zaubert, trotzdem vor Lachen biegen, liegt nicht zuletzt an den witzigen Einfällen des Autors, der es allerdings auch darauf anlegt, dass die Lacher buchstäblich im Halse stecken bleiben.' Aargauer Zeitung, 11. Mai 1999 / Ralf Schlatter las - Dora kochte 'Schlattertexte sind zweifellos geeignet für Lesungen: Die knappen Sätze betonen den Fluss der Handlung, deuten an, führen weiter, suggerieren Stimmungen, beleuchten Hintergründe. Bemerkenswert, wie Schlatter mit den knappen Sätzen, fast Ellipsen, vom normalen Alltagsgeschehen hinübergleitet in skurrile Träume und Phantasien, die aber immer den Bogen schlagen zur unvermeidlichen Realität.' Wohler Anzeiger, 3. April 2001 / 'Poetry Slam' im Sternensaal 'Der Gesellschaftskampf um Anerkennung und Sex ist beim 'Poetry Slam' allgegenwärtig. Ralf Schlatter kann davon ein Liedchen singen - oder eben einen Text so vorbringen, dass aus jeder gescheiterten Liebesgeschichte ein Gaudi für das Publikum wird. Einen Zähler blieb Schlatter unter dem Punktemaximum - und das Publikum hatte seinen Liebling gefunden.' Die Südostschweiz, 20. April 2001 / Whisky beflügelt die Poeten 'Dass am Ende mit Ralf Schlatter ausgerechnet ein Unterländer (aus Schaffhausen) obenaus schwang, dafür war das Publikum selbst verantwortlich, denn es spendete ihm bei der Schlussabstimmung den grössten Applaus. Diesen hatte Schlatter sich auch redlich verdient. Seine in Reimform vorgetragene Geschichte 'Die Suhrkamp-Schlampe' war an Kreativität und Theatralik kaum zu überbieten.' |